Wären wir ohne Religion wirklich besser dran? 

Autoren: Stefan Bonner und Anne Weiss

Verlag: Bastei Lübbe,  ISBN: 978-3-404-60187-5, EUR 8,99

Erhältlich als Taschenbuch und als E-Book über Amazon für Kindle

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Klappentext:

Wären wir ohne Religion wirklich besser dran? Das fragen Stefan Bonner und Anne Weiss, deren beiden ersten Bücher Generation Doof und Doof It Yourself „eine Ewigkeit lang“ (Klappentext) auf den Bestsellerlisten standen. Putzmunter, unverschämt und gnadenlos führt ihre interessante Reise durch die Welt der Gläubigen und Ungläubigen, wie man sie so nur selten gesehen hat.

 

Zum Buch:

Am Anfang war das Wort...“so beginnen sie mit dem Weltjugendtag 2005 in Köln, Benedetto wird zum Popstar und in öffentlichen Verkehrsmitteln kommt es  zu Pilgerverstopfungen. Allerdings entdeckt man bei genauerem Hinsehen, dass der heilige Schein trügt und es möglicherweise nicht um Frömmigkeit, sondern, durchaus im Sinne praktizierter Nächstenliebe, für die Jugend um Party und erste sexuelle Kontakte gehen könnte. Sie stellen im Zuge der Ermittlungen fest, dass es heutzutage für den „Nazarener Fischerverein“ apokalyptischer  nicht sein könnte. Stattdessen wenden sich Menschen in einem religiösen „Transzendenzdurcheinander“ lieber Teekannen, einem rosafarbenem unsichtbaren Einhorn oder fliegenden Spaghettimonstern zu. Die  Beiden treffen sich im  Buch  mit Gläubigen, mit Würdenträgern, sie schauen sich neugierig um und stellen unverblümt einiges fest. Dabei sind nicht nur die konventionellen Kirchen Ziele ihrer Untersuchung, sondern auch Mini-Gemeinden, Jesus Freaks, Kreationisten, Evangelikale, White-Metal Bands, Spiritualität, Esoterik-Messen und Homöopathie. Ein Ergebnis: selbstgebrauter Wohlfühlglaube für die einen, ein starres System mit klaren Ansagen für die anderen. Die Bedürfnisse sind unterschiedlich.

Die Autoren schauen sich  die Wahrheit über das Geld der Kirche sowie ihrer sozialen Einrichtungen an. Sie gehen dabei immer wieder auf die  Giordano-Bruno-Stiftung ein, aber auch andere humanistisch-säkulare oder atheistische Organisationen wie der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA), die Forschungsstelle Weltanschauungen in Deutschland (fowid) oder der Humanistische Verband Deutschland (HVD) werden mehrmals zitiert. Diverse Interviews mit Philipp Möller, Herbert Steffen, Rainer Ponitka und Michael Schmidt-Salomon sind im Buch zu lesen. Dabei werden gekonnt säkular-humanistische Erkenntnisse gewinnbringend platziert.

In sechs Kapiteln geht es um die von unseren Vorfahren in unseren Köpfen manifestierte christliche Lehre nach dem Motto: Sie wissen nicht, ob und was sie glauben sollen, darum, warum uns der Allmächtige immer mehr egal ist; Dann entdecken sie die „Gestatten, Generation Gottlos“ Gläubigen  und kommen zum Thema  was man der Bibel glauben kann bei den Widersprüchen der verschiedenen Psalmen. Wären wir ohne Kirche besser dran? Wären wir besser dran, wenn wir uns eine eigene Religion basteln? Die passenden Eckpunkte und Anleitungen für eine eigene Religion werden gleich mitgeliefert. Zum Schluss kommen sie zum Fazit „Gehet hin in Frieden!“

Anne Weiss und Stefan Bonner haben das Phänomen des Glaubens gründlich durchleuchtet. Sie stoßen auf Zusammenhänge und entwickeln Perspektiven, die selbst eingefleischten Kennern des Themas neue Einblicke ermöglichen. Das Buch ist spöttisch, frech, unverfroren und dabei wohlwollend verfasst. Es ist äußerst gelungen und bei der Lektüre  entlockt es einem mehr als einmal ein amüsiertes Auflachen.

 

Über die Autoren:

Stefan Bonner (*1975) schreibt gemeinsam mit der Autorin Anne Weiss an der Buchserie Doof (Generation Doof, Doof it yourself). Stefan Bonner teilt sich mit der Autorin sogar ein Büro.

Anne Weiss ist Kulturwissenschaftlerin und Redakteurin. Sie hat sich lange beruflich mit Jugendkulturen und privat mit Joghurtkulturen beschäftigt.

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