Autorin:Barbara Sternthal

Fotograf: Harald Eisenberger

Verlag: Bohmann Druck und Verlag, ISBN 978-3990150313, Euro 29,50

Klappentext/Kurzbeschreibung:

Kann man Wiener werden? Man kann! Zwanzig Wahl-Wiener erzählen von ihren Anfängen, ihren Eindrücken, ihrem Leben in dieser Stadt – vielfältig und facettenreich wie Wien selbst.

Zum Buch:

Wien als Stadt mit der höchsten Lebensqualität weltweit zieht viele besondere Persönlichkeiten aus allen Erdteilen an. Als Wirtschaftsmetropole und Hochburg von Kunst und Kultur finden hier Menschen eine neue Wirkungsstädte, ein neues Zuhause auf unbestimmte Zeit oder für immer. Sie kommen aus fremden Ländern und fernen Kulturen. Deshalb haben sie einen anderen Blick auf die Stadt und seine Bewohner als die alteingesessenen Wiener selbst. Wie sie heute Wien erleben und in Wien leben erzählen in diesem Buch Antonella Anselmo, Ingela Bruner, Dimitré Dinev, Krysztof Dobrek, Stephan Ferenczy, Fabio Giacobello, Steffen Hofmann, Ismael Ivo, Aleksandra und Damian Izdebski, La Hong Nhut, Ann Mandrella, Haya Molcho, Sandra Pires, Julya Rabinowich, Ali Rahimi, Frenk Schinkels, Renee Schröder, Mihail Sosnovschi, Erkan Umar und Elke Winkens. Die zwanzig Portäts der Menschen aus Wirtschaft, Sport, Kunst, Kultur und Wissenschaft öffnen den Blick auf eine bunte, lebendige, inspirierende Stadt mit all ihren Eigenheiten. Die Aufnahmen des Fotografen Harald Eisenberger geben dem Buch noch einen zusätzlichen Anreiz das Buch öfter als einmal zur Hand zu nehmen.

Über die Autorin:

Dr. Barbara Sternthal, geboren 1961, promovierte an der Universität Wien, ist freischaffende Autorin, Übersetzerin und Redakteurin. Bisher verfasste sie eine Reihe von Reiseführern, Beiträge zu Kunst und Kultur sowie Biografien über Gustav Klimt und Sigmund Freud.

Über den Fotografen:

Harald Eisenberger, Geboren 1971 in Graz/Steiermark. Fotografische Ausbildung in der Steiermark. Absolvent der Werbeakademie in Wien. 2jährige Fotoarbeit in Frankfurt am Main mit Veröffentlichungen in diversen internationalen Zeitschriften (Time, Stern, Bunte, etc.). Internationale fotografische Tätigkeiten (Deutschland, Australien, USA, Russland, Italien, etc.). Internationale und nationale Tätigkeiten im Bereich Werbung (z.B, Ikea, Look, Getty Images, Sram, ÖBB, Coke Light, Olympia 2014, etc.). Zahlreiche Veröffentlichungen in europäischen Lifestyle-, Wohn- und Sportmagazinen. Schwerpunkte Bewegung, lebendiger Raum und People/Portraits. Diverse Buchprojekte (Afrika! Afrika! mit André Heller, Zu Gast bei André Heller, etc.). Lebt heute in Wien und der Steiermark.

Die Geschichte meiner strapaziösen Familie

Autorin: Adriana Altraras

Verlag: Kiepenheuer & Witsch, ISBN: 978-3-462-04297-9, € 19,90

 

Klappentext:

Mit furiosem Witz und großer Wärme verwebt Adriana Altaras Gegenwart und Vergangenheit. In eindringlichen Episoden erzählt sie von ungleichen Schwestern, von einem Vater, der immer ein Held sein wollte, und von einer Mutter voller Energie und Einsamkeit. Vom Exil, von irrwitzigen jüdischen Festen, von einem geplatzten italienischen Esel und einer Stauballergie, die ihr das deutsche Fernsehen einbrockte - und von den vielen faszinierenden Mosaiksteinen, aus denen sich ein Leben zusammensetzt.
Eine außergewöhnliche Familiengeschichte, die ihre Spuren quer durch Europa und das bewegte 20. Jahrhundert zieht - um wieder in der Gegenwart anzukommen und eine ebenso kluge wie hellsichtige Zeitdiagnose zu liefern. Unwiderstehlich witzig, anrührend und unvergesslich.

 

 

 

Zum Buch:

 

Leichtfüßig kommt ihr Schreibstil für den Leser daher, als würde sie nur beiläufig erzählen, was ihr gerade durch den Kopf geht. Welche Gedanken sie befallen,  als sie nach dem Tod ihres Vaters in dessen Nachlass stöbert: Ein Kaleidoskop der Erinnerungen, liebevoll und  kunstvoll zusammengefügt, eine jüdische Familienhistorie im Spiegel der jüngeren Geschichte, aber es warten auch einige unangenehme Überraschungen. Familiengeheimnisse, zu deren Aufdeckung sich der Vater zwar mehrfach aufraffte, es aber dann immer wieder vor sich her schon bis es zu spät war. Der Vater muss ein eindrucksvoller Mann gewesen sein: jugoslawischer Jude, Partisan und Parteifunktionär unter Tito, Oberarzt am Uniklinikum in Gießen, Bundesverdienstkreuzträger, Vater zweier ehelicher und einer unbekannten Zahl unehelicher Kinder, Frauenschwarm, Geschichtenerzähler.

 

In der Familie Altaras herrscht  kein Mangel an eindrucksvollen Persönlichkeiten. "Die Geschichte meiner strapaziösen Familie" lautet nicht zu Unrecht der Untertitel des Buches. Strapaziös  und manchmal Nervenaufreibend vielleicht, aber auf unterhaltsame Weise. Die Offenheit, mit der Adriana Altaras über ihre Familie schreibt, macht den Leser schon bald zum Teil derselben. Ihr Mann Georg, mit dem sie, wenn man auf die Meinung der Familie vertraut, nur zufällig verheiratet ist "weil er sie als einziger auf Dauer ausgehalten hat", die schwierige, engagierte Mutter, die jugoslawische Halbschwester, welche mit unzähligen Kartons väterlicher Erinnerungsstücke nach der Beerdigung in den Bus nach Zagreb steigt. Es wäre vermessen zu behaupten, Adriana Altaras selber sei nicht anstrengend. In der ihr eigenen koketten Anspielung auf Georg ist mehr als nur ein Körnchen Wahrheit. Verwunderlich ist das nicht,  gehört sie doch zur ersten Nachkriegsgeneration und auf ihren Schultern lastet die Geschichte ihrer jüdischen Familie und die Psychosen der Überlebenden gleichzeitig. Adriana Altara nimmt ihr Schicksal in die Hand und wendet es zu ihrem Besten. Mit "Titos Brille" hat sie ihrer Familie ein würdiges und ehrliches Denkmal gesetzt und sich selber so manchen inneren Zwiespalt von der Seele geschrieben. Es entstand ein wunderbares Bild jüdischen Lebens, welches auf humorvolle und berührende Art den Leser an sich bindet und Teil der Familiengeschichten werden lässt.

 

 

 

Über die Autorin:

 

Adriana Altaras wurde 1960 in Zagreb/Kroatien geboren. 1964 Umzug nach Italien, ab 1967 Schulbesuch in Deutschland und Italien. 1979 Abitur in Marburg, Hessen.  1979-83 Studium an der Hochschule der Künste, Berlin. Dort Abschluss als diplomierte Schauspielerin. 1983-84 Aufbaustudium an der New York University, theatre wing. Ab 1984 Mitbegründerin des Off-Theaters „Zum Westlichen Stadthirschen“, Berlin, dort tätig als Autorin/ Schauspielerin/Regisseurin bis 1991. Ab 1992 Dozentin für Schauspiel an der Hochschule der Künste, Berlin, Studiengang Musical/Show. Mitarbeit in der Shoah Foundation Steven Spielberg. Künstlerische Leitung der Jüdischen Kulturtage 2002 in Berlin. Sie lebt in Berlin und hat zwei Söhne Aaron und Lenny.

Sie erhielt unter Anderem folgende Auszeichnungen: 1988 Bundesfilmpreis. 1989 Golden Horse Award for Best Foreign Actress, Taiwan. 1993 Theaterpreis des Landes Nordrhein-Westfalen. 1999 – 2. Publikumspreis Friedrich Luft, Berlin für „La Sorella Amante“ von Joh.A.Hasse in der Neuköllner Oper, Berlin. 2000 Silberner Bär für schauspielerische Leistungen, Berlinale.
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Autoren: Ben Becker , Fred Sellin

Verlag: Droemer ISBN-10: 3426275368 ,ISBN-13: 978-3426275368, EUR 22,99

 

Klappentext:

„Vielleicht spürt man sogar so was wie Sehnsucht nach einem geregelten, bürgerlichen Leben. Man stellt die spießigsten Sachen an und betrügt sich doch nur selbst. Denn tief drinnen ist man immer noch der andere“. (Ben Becker)

 

Zum Buch:

Ben Becker ist der Rockstar unter den deutschen Schauspielern und als Enfant terrible so berüchtigt wie beliebt. Der eigenwillige Künstler hat eine beispiellos vielseitige Karriere gemacht: Am Theater brillierte er im klassischen Rollenfach von Shakespeare bis Genet, aber ebenso als Franz Biberkopf in "Berlin Alexanderplatz", in "Endstation Sehnsucht" oder als Tod im Salzburger "Jedermann". Seine zahlreichen Kino- und Fernsehfilme, darunter "Comedian Harmonists", "Schlafes Bruder", "Sass" oder "Ein ganz gewöhnlicher Jude", haben ihn berühmt gemacht. Mit der Band Zero Tolerance und Platten wie "Und lautlos fliegt der Kopf weg" feierte er auch als Musiker Erfolge, und seine gigantische Bibel-Performance wurde von Tausenden bejubelt. Seine unverwechselbare Stimme – "so finster und kratzig, so voller Pathos, sie allein ist ein Ereignis" ("Die Zeit") – wirkt magnetisch, er weiß um seinen Bad Boy-Sexappeal, und er liebt die Provokation. Und doch überrascht Ben Becker sein Publikum immer wieder, mit eigenen Theaterprojekten, Hörbüchern, impulsiven Lyrik-Lesungen, mit zärtlichen Kinderbüchern und gelegentlich auch mit öffentlichen Auftritten, bei denen sein Temperament mit ihm durchgeht. In "Na und, ich tanze" erzählt er, was bisher geschah: wo er herkommt, wie er wurde, der er ist – und was ihn antreibt. Seine unbändige Lebensgier und seine großen Erfolge bieten den anekdotenreichen und packenden Stoff für eine Lebensgeschichte, die Spuren hinterlassen hat. Denn, so Ben Becker: "Was man nicht macht, passiert nicht."

Trotzdem kommt, wenn man zwischen den Zeilen liest, auch ein sehr verletzlicher und sensibler Künstler zum Vorschein, ein ganz anderer durch seine Umwelt und seine Kindheit geprägter Mensch der seine menschlichen Schwächen nicht gerne Zeigt vielleicht teils aus Unsicherheit oder Ängstlichkeit zu viel von sich Preis zu geben.

Über die Autoren:

Ben Becker, geboren 1964 in Bremen ist deutscher Schauspieler, Sänger und seit kurzen Autor seiner Biografie. Ben Becker ist der Sohn der Schauspieler Monika Hansen und Rolf Becker ist Meret Beckers Bruder und Otto Sanders Stiefsohn. Seine Großmutter war die Komikerin Claire Schlichting, sein Onkel der Komiker Jonny Buchardt. Er erhielt unter anderem die Auszeichnungen: 1991: Adolf-Grimme-Preis in Silber für seine darstellerische Leistung in Landschaft mit Dornen 1994: Adolf-Grimme Preis in Gold für seine Darstellung des Jobst Dettmann in der Folge Totes Gleis der Krimi-Reihe Polizeiruf 110 1997: Berliner Bär (B.Z.-Kulturpreis) 1998: Goldene Kamera für seine Darstellung des Robert Biberti in Comedian Harmonists 1998: Bayerischer Filmpreis: Spezial-Preis (zusammen mit Heino Ferch, Ulrich Noethen, Heinrich Schafmeister, Max Tidof, Kai Wiesinger) für Comedian Harmonists 2000: Publikumspreis Goldener Vorhang

Fred Sellin, geboren 1964, studierte nach dem Abitur Journalistik, arbeitete anschließend als Redakteur und Reporter bei verschiedenen Tages- und Wochenzeitungen. Jetzt lebt er als freier Autor in Hamburg. Er veröffentlichte zahlreiche Biographien u.a. über Heinz Rühmann und Boris Becker und zwei Enthüllungsbücher über Kriminalität in Deutschland. Nun hat er Ben Beckers Lebensgeschichte gemeinsam mit diesem aufgeschrieben.

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Mein bewegtes Leben

Autor: Samy Molcho

Verlag: Amalthea, ISBN-10: 3850026124, ISBN-13: 978-3850026123, € 9,95

 

Kurzbeschreibung:

Das bewegte Leben eines der vielseitigsten Künstler der Gegenwart.
Als einer der ganz großen Pantomimen des 20. Jahrhunderts hat er ein nach Hunderttausenden zählendes Publikum in aller Welt begeistert. Als Guru der Körpersprache ist Samy Molcho zum Lehrmeister einer neuartigen, lebensverändernden zwischenmenschlichen Kommunikationsweise aufgestiegen. Nun erzählt er sein Leben von seinen Anfängen in Israel, seiner unablässigen Arbeit an sich selbst und an neuen Pantomimen, seinem kometenhaften Aufstieg, von seiner Familie, den Frauen die er liebte und liebt, von seinen vier Söhnen und vom einsamen Leben eines Solo-Pantomimen auf Reisen. Und er verrät die Geheimnisse seiner Kunst und seiner Lehre von der Körpersprache als Leitfaden für ein erfülltes Leben.

 

Über den Autor:

Samy Molcho, geboren 1936 in Tel Aviv, studierte Schauspiel, Tanz, Regie und Pantomime und wurde durch seine Arbeit als Schauspieler und Regisseur international bekannt. Seine Veröffentlichungen sind erfolgreiche Longseller. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit ist Samy Molcho Professor an der Universität für Musik und Darstellende Kunst am Max-Reinhard-Seminar in Wien. Samy Molcho ist verheiratet und hat vier Kinder. 2004 wurde er mit dem Großen Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet.

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Elisabeth Fraller/George Langnas (Hrsg.)

Tagebücher und Briefe einer jüdischen Krankenschwester in Wien 1938-1949

 

504 Seiten, Hardcover;   € 29.90/sfr 47.90  ISBN 978-3-7065-4960-8, Studien Verlag

 

Zum Buch

 

Georg Langnas ist der Sohn von Mignon welcher auf der Grund von Briefen und Tagebuch-Aufzeichnungen seiner Mutter, die sie  mit Verwandten führte, eine Dokumentation mit Bild- und Schriftbelegen, welche die Verhältnisse beschreibt  in denen die Jüdin Mignon in der Zeit zwischen 1939-1949 in Wien lebte, zusammengestellt. Der Vater Leo, der fürchtete verhaftet zu werden, verließ Wien 1939 und ging nach New York. Die beiden Kinder, die bei der Mutter Mignon geblieben waren, wurden ende des Jahres 1939 nach New York zum Vater geschickt. Mignon jedoch blieb und arbeitete von 1939 in Wien als Krankenschwester, in einer von den Nationalsozialisten kontrollierten jüdischen Gemeinde. Es ist unklar wie sie in Wien der Deportation entgangen ist, jedoch blieb sie unter anderem  aus dem Grund in Wien, ihre alten Eltern zu pflegen   und zu unterstützen. Offensichtlich konnten ihre Eltern aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen das Land nicht verlassen und so beschloss sie in Wien zu verbleiben. Da die Wohnung der Mignon 1945 in Wien während eines Bombenangriffes der Alliierten zerstört wurde, wurden auch die  von ihr geführten Aufzeichnungen vernichtet. 1946 kommt sie Mitte des Jahres in ein süddeutsches Flüchtlingslager und kann von dort in die USA ausreisen. Jedoch währt das Glück der wiedervereinten Familie nicht sehr lange, denn 1949 stirbt Mignon. Die Aufzeichnungen, vom Leben der jüdischen Krankenschwester zwischen 1939-1945, sind ein Zeugnis einer Zeit des Krieges und des Leides, das Millionen Menschen den Tod brachte, Menschen voneinander trennte, Kinder zu Waisen und Frauen zu Witwen machte. Mit diesem Buch gelang den Herausgebern ein nachvollziehbares dokumentarisches Werk einer schicksalhaften Zeit
Zu den Herausgebern

 

Elisabeth Fraller, Filmwissenschaftlerin und Mediendesignerin, Lehrbeauftragte für Medienwissenschaft an der Universität Wien. 2003 Fulbright-Stipendium und vierjähriger Forschungs- und Studienaufenthalt in New York, wo sie Mignons Sohn George Langnas kennen lernte.

George Langnas, Mignons Sohn, musste 1939 als Vierjähriger aus Wien flüchten und war sieben Jahre lang von seiner Mutter getrennt. Studium der Rechtswissenschaften und langjährige Arbeit in der Softwareindustrie. Lebt heute in der Nähe von New York.

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