Autorin:E.M. Delafield

Übersetzt von: Thomas Stegers

Verlag: Manhattan, ISBN 978-3442546916, Euro 16,99

Klappentext/Kurzbeschreibung:

England in den 1930er-Jahren. In einem Dorf in der Grafschaft Devon vertraut sich eine Lady mit messerscharfem Verstand ihrem einzigen Freund an – dem Tagebuch. Die Welt hat sich gegen sie verschworen, im Haushalt regiert das Chaos, die Köchin droht mit Kündigung, und ihre beiden überaus reizenden Kinder Vicky und Robin neigen dazu, stets am falschen Ort zur falschen Zeit für Unheil zu sorgen. Von ihrem Gatten Robert, der sich am liebsten hinter der Times verschanzt, hat die Lady keine Hilfe zu erwarten. So kämpft sie allein um Haltung bei Teegesellschaften, Dorffesten, Abendeinladungen und vor allem, wenn sie der grässlich perfekten Lady B. begegnet, die ihre Eitelkeiten wie einen Pudel mit sich herumführt. Ein Glück, dass wenigstens ihr Tagebuch die Lady auf dem Lande nicht im Stich lässt.

Zum Buch:

Es handelt sich um eine Kolumne in Tagebuchform, die den fiktiven Alltag eines Mitglieds des englischen Landadels in den 1930er Jahren erzählt.
Hauptsächlich geht es um Alltagsgeschichten: wie Geldprobleme, der konservative Mann, die reizende kleine Tochter und ihre etwas abgedrehte französische Gouvernante. Die bodenständige Vikarsfrau, die hochnäsige lokale VIP, will heißen "die Baronin", die besten Freundinnen von früher, die ganz andere Wege gegangen sind. Und natürlich die Blumenzwiebeln vom Cover, die trotz intensiver Bemühungen nicht richtig aufgehen.Das eigentlich Entzückende ist aber die wunderbare Selbstironie: "... beim Blick in den Spiegel erschreckt mich die unleugbare Tatsache, dass ich am Ende eines Festes nicht mehr halb so hübsch aussehe wie am Anfang. Möchte gern glauben, dass das für jede Frau gilt, aber da bin ich mir nicht so sicher, und außerdem ist das ein kleinlicher Gedanke - wie so viele andere." Ähnlich wie Stephanie Plum macht sie öfter mal einen dämlichen Fehler. Oder muss um gesellschaftlicher Konventionen willen eine Notlüge erzählen. Aber hier ist es typisch englischer Humor.

Über die Autorin:

E. M. Delafield wurde 1890 als Edmée Elizabeth Monica de la Pasture geboren. Ihr Vater war ein französischer Graf, ihre Mutter schrieb Romane. Auch E. M. Delafield hatte bereits etliche Bücher publiziert, als sie 1919 heiratete und fortan durch eine wöchentliche Tagebuchkolumne in einer feministischen Zeitschrift zum Haushaltseinkommen beitrug. 1930 als Buch veröffentlicht, machte das „Tagebuch einer Lady auf dem Lande“ E. M. Delafield zu einer der beliebtesten Schriftstellerinnen in England. Es erschien 1935 unter dem Titel „Ich und meine lieben Mitmenschen. Tagebuch einer Provinzdame“ erstmals in deutscher Übersetzung. E. M. Delafield starb 1943 in ihrer Heimat Devon.

 

Autor:PeDoug Johnstone

Übersetzerin: Liselotte Prugger

Verlag: btb Verlag , ISBN 978-3442744053, Euro 9,99

Klappentext/Kurzbeschreibung:

Whisky morgens, mittags und abends – so stellen sich Adam und seine drei Freunde ihr Wochenende auf der schottischen Insel Islay vor. Schließlich ist das idyllische Eiland weltberühmt für seine erlesenen Single Malts. Doch als Adam ein Auge auf die hübsche Molly wirft, wird daraus schnell ein alptraumhafter Höllentrip. Denn Mollys eifersüchtiger Ex-Mann ist nicht nur ein durchgeknallter Psychopath, sondern auch der einzige Polizist auf der Insel.Und er sieht es gar nicht gern, dass sich Fremde in seine Angelegenheiten mischen.

 

Zum Buch:

Vier Freunde fahren auf eine Insel in Schottland, die berühmt für ihre Whiskey Destillerien ist, um ein schönes Wochenende inklusive dem Konsum von jeder Menge Whishey zu erleben. Zu Beginn des Buches werden nicht nur die Charaktere sondern auch die tolle Landschaft und die verschiedenen Whiskeys ausführlich vorgestellt und beschrieben. Und es stimmt, der Autor bzw. der Übersetzer hat hier wirklich eine gute, lebendige Sprache geunden und die Beschreibungen sind sehr gut und lebhaft dargestellt. Man bekommt Lust nach Schottland zu fliegen um dort genüsslich Whiskey zu trinken.

Nur ist das Buch nach dem Beginn weder spannend noch besonders unterhaltsam, was wahrschienlich an der Übersetzung liegen mag, da im Deutschen der englische Humor auf der Strecke bleibt weil es nicht möglich ist Vieles eins zu eins zu übersetzen. Schade ist auch, dass die auftretenden Charaktere immer seltsamer und die Situationen, Dialoge und Handlungen immer unrealistischer werden.

Über den Autor:

Doug Johnstone ist Journalist, Sänger, Songwriter, Schriftsteller und – wie die wenigsten wissen – promovierter Atomphysiker. Mit seiner Frau und zwei Kindern lebt und arbeitet er in Edinburgh. Mit seinen Büchern hat er sich nicht nur in Großbritannien eine große eingeschworene Fangemeinde erobert, zu der auch bekannte Autoren wie Ian Rankin und Irvine Welsh gehören. Bereits auf Deutsch erschienen sind seine Thriller Smokeheads und Wer einmal verschwindet.

 

Autor:Friedrich L. Eichberger

Verlag: Sindbad Eigenverlag, ISBN 978-3-9503708-0-5, Euro 14,30

Klappentext/Kurzbeschreibung:

Die Märchen und Gedichte in diesem Buch geben ein Beispiel für seine Spiritualität, gepaart mit Humor und Lebenserfahrung und sind besonders jenen gewidmet, die zu seinem bisherigen Erfolg beigetragen haben, aber auch all jenen, die Trost, Rat oder einfach ein Stückchen Freude brauchen.

Zum Buch:

Das Buch spricht durch den Titel mit Sicherheit all jene an, welche sich mit Spiritualität und Esoterik beschäftigen. Doch die Märchen sind nett und unterhaltsam jedoch hat man sie in irgendeiner Form bereits gelesen oder gehört und manche Beschreibungen wie im Märchen „Wo ist das Glück“ kommen einem bekannt vor und erinnern an Erich Frieds Gedicht von der Liebe „Es ist, was es ist, sagt die Liebe...“. Trotzdem ist das Büchlein ein nettes Mitbringsel und als Freizeitlektüre durchaus geeignet.

Über den Autor:

Friedrich L. Eichberger, Jg. 1959, ist ein österreichischer Audiojournalist, Moderator, Sprecher von Dokus, Spots und Hörbüchern, Schauspieler, Texter, Autor und Erzähler, Infotainment Spezialist und produziert Podcasts, Audio Features.

Jonathan Tropper

 

448 Seiten  Hardcover, Verlag: Knaur HC

ISBN-10: 9783426662731

ISBN-13: 978-3426662731

 

Klappentext

"Ich bin deine Mutter und ich liebe dich." Das sagt Mom immer. Das nächste Wort lautet stets: "Aber ..." Die Familientreffen der Foxmans enden stets mit Türenschlagen und quietschenden Reifen, wenn Judd und seine Geschwister so schnell wie möglich einen Sicherheitsabstand zwischen sich und das Elternhaus bringen. Doch nun ist ihr Vater gestorben. Sein letzter Wunsch treibt allen den Angstschweiß auf die Stirn: Die Foxmans sollen Schiwa sitzen, sieben Tage die traditionelle Totenwache halten. Das bedeutet, dass sie auf unbequemen Stühlen in einem kleinen Raum gefangen sind und nicht davonlaufen können. Nicht vor dem, was zwischen ihnen passiert ist – und nicht vor dem, was die Zukunft für sie bereithält …

 

Zum Inhalt

Judd ist auf dem Tiefpunkt seines bisherigen Lebens angekommen. Vor kurzem hat er seine Frau mit seinem Chef im Bett erwischt - jetzt hat er keinen Job mehr, keine Frau mehr, kein Haus mehr, haust in einem Kellerloch. Er hat gerade erfahren, dass sein Vater gestorben ist und als letzten Wunsch äußerte, dass die Familie für ihn 7 Tage Schiwa sitzen solle - und dann kommt auch noch seine Noch-Ehefrau daher und teilt ihm mit, dass sie schwanger sei. Ausgerechnet jetzt! Nun, da sein Exchef, in seinem, Judds, Haus lebte, war Jen also wieder schwanger. Das wäre an sich schon schlimm genug. Aber sich jetzt, so auf der Talsohle des Lebens, auch noch sieben ganze Tage lang mit seiner Familie auf engstem Raum wieder zu finden, ist als Vorstellung gruselig. Die Familienbande funktionieren  am besten, wenn genug Distanz da ist. Trotzdem reist er an den Ort seiner Kindheit. Zwei seiner drei Geschwister sind rechtzeitig zur Beerdigung eingetroffen; nur Philipp, das Nesthäkchen und schwarze Schaf, schlittert in letzter Sekunde beinahe in das offene Grab. Philipp hat noch nie einen Job länger als ein paar Monate behalten, seine Freundinnen waren ebenfalls nur vorübergehende Erscheinungen im Familienleben. Paul, der ältere Bruder, war vor einigen Jahren in das Sportwarengeschäft des Vaters eingestiegen. Seine Ehe ist kinderlos, worunter gerade Alice sehr zu leiden hatte. Alice war in Jugendtagen eigentlich Judds Freundin, was das Verhältnis zwischen den Brüdern auch nicht gerade erfreulich macht. Dann gibt es da noch Wendy, die Schwester, die einen reichen Ehemann hat, drei Kinder, viel zu viel Geld aber zu wenig Liebe und Aufmerksamkeit erhält. Dazu gibt es natürlich noch Mutter. Eine erfolgreiche Mutter, die mit ihren Erziehungsratgebern seit vielen Jahren eine art Übermutter in Sachen Kindererziehung darstellt.

Konflikte wurden in dieser Familie bislang vor allem dadurch ausgetragen, dass man entweder stichelt und witzelt, oder nicht zusammentraf. Entsprechend brechen in dieser Zeit der erzwungenen Trauer einige alte Gräben auf, es gibt Tränen, Geschrei, Türenknallen. Aber auch leise Momente, in denen die Geschwister merken, dass sie einander doch näher sind, als sie glauben. Sie begreifen, dass manches Missverständnis auch noch nach vielen Jahren geklärt werden kann.

Der Roman kommt auf kaum ohne sexuelle Anspielungen oder diversen sexuellen Erlebnissen, seien es real empfundene oder reine Phantasien, aus. Dadurch wird der Roman ein wenig derb und vulgär. Die verschiedenen Witze und Anspielungen sind nicht gerade dezent; sodass die Handlung manchmal in den Hintergrund tritt.

Sieben verdammt lange Tage ist  jedoch ein Roman der in die heutige Zeit passt und auch ein Spiegel der heutigen zum Teil sehr oberflächlichen Gesellschaft darstellt, die um jeden Preis nach Außen als perfekt gelten will obwohl die innerlichen Konflikte kaum oder selten bewältigt werden.

Jonathan Tropper ist es als Mann gelungen, wenn auch mit einer typischen männlichen Ausdrucksweise ein Bild zu schaffen, dass Familienkonflikte in sieben langen Tagen einer Bewältigung zugeführt werden können.

 

Über den Autor:

Jonathan Tropper wurde am 19. Februar 1970 in New York City geboren. Er studierte an der Literatur und Literarisches Schreiben und lebt heute mit seiner Frau und drei Kindern in New Rochelle. Er arbeitet hauptberuflich als Schriftsteller und hält Schreibseminare an der Universität.

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Kriminalroman

Autoren: Lotte und Sören Hammer

Verlag: Random House, ISBN-10: 3837108392, ISBN-13: 978-3837108392

VKP € 19,99

 

Klappentext:
In einem Vorort von Kopenhagen entdecken zwei Schulkinder in der Turnhalle fünf grausam ermordete Männer. Die Toten wurden mit mathematischer Präzision an der Decke aufgehängt. Trotz der bestialischen Inszenierung finden sich keine Blutspuren auf dem Hallenboden. Kriminalhauptkommissar Konrad Simonsen und sein Team um Nathalie von Rosen verdächtigen den Hausmeister der Schule: Per Clausen, ein gescheitertes Mathegenie, das die Polizei mit kryptischen Falschaussagen irritiert. Aber kein Mann allein kann diese Tat vollbracht haben! Die Identität der Toten scheint der Schlüssel zu den Tätern zu sein. Doch plötzlich wird in den Medien das Gerücht verbreitet, dass es sich bei den Mördern um Missbrauchsopfer handelt, die sich an ihren Peinigern von einst gerächt haben. Immer mehr Menschen aus der Bevölkerung sympathisieren mit dem angeblichen Racheakt. Konrad Simonsen muss die üblichen Ermittlungswege verlassen, bevor eine Lynchjustiz Dänemark regiert …

 

 

 

Über das Buch:

 

In Dänemark, einem Land das dem Touristen als Idyllisch mit Wäldern und Feldern vorgegaukelt wird, werden  Fünf Männer auf bestialische Weise gefoltert und umgebracht. Wer waren diese Opfer? Wie sich herausstellt waren es Kinderschänder, die nach Meinung der Täter nur ihre gerechte Strafe bekommen haben! Die Aufklärung für Kriminalhauptkommissar Konrad Simonsen und sein Team gestaltet sich äußerst schwer. Denn immer mehr Informationen gelangen nach Außen und je mehr man über die Opfer und ihr dunkles Geheimnis weiß, umso schwieriger wird es den Fall aufzuklären. Haben die Bürger eines Landes das Recht auf Selbstjustiz oder müssen solche Menschen vor ein Gericht gestellt werden? Dieser Thriller ist eine reine Achterbahn der Gefühle und es ist ein langer Weg für das Team um Konrad Simonsen bis man diesen heissen Fall gelöst hat.

 

Das Erstlingswerk des Dänischen Geschwisterpaares Lotte und Sören Hammer erzeugt beim Leser teils Spannung und anderseits Beklemmung. Der Leser wird in einen Gefühlsstrudel des Sympathisierens mit den Mördern und dem entstehenden Drang zur Selbstjustiz hin und her gerissen. Das liegt vorallem daran, dass der Leser in die verschiedensten Situationen ohne weitere Erklärung oder Vorwarnung hineingeschubst wird und daher auch mit der Emotionalität der einzelnen Protagonisten der Handlung unmittelbar konfrontiert wird. Schade daran ist, dass die eigentliche Hauptfigur - Konrad Simonsen,   der Kommissar – relativ  farblos wirkt und  erst ganz am Ende der Geschichte etwas aus sich herauskommt. Vielleicht gelingt es den Autoren bei einer etwaigen weiteren Geschichte um den Kommissar Simonsen diesem etwas mehr Lebendigkeit einzuhauchen  damit er weniger schwermütig und langweilig erscheint. Hier wurde ein brisantes Thema mutig verarbeitet und man darf gespannt sein welcher Themen sich dieses Autorenpaar noch annehmen wird.

 

 

 

Über die Autoren:

 

Lotte Hammer lebt wie ihr Bruder Søren Hammer in Frederiksvaerk und ist ausgebildete OP-Krankenschwester. Bevor sie mit dem Schreiben anfing, arbeitete sie als Krankenschwester in Griechenland, Deutschland, Grönland und sogar auf einer Bohrinsel.

 

Søren Hammer lebt wie seine Schwester Lotte in Frederiksvaerk. Er ist Volkshochschullehrer für Mathematik, Dänische und Englisch. Früher unterrichtete er an einer technischen Schule.

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