journal

Jonathan Tropper

 

448 Seiten  Hardcover, Verlag: Knaur HC

ISBN-10: 9783426662731

ISBN-13: 978-3426662731

 

Klappentext

"Ich bin deine Mutter und ich liebe dich." Das sagt Mom immer. Das nächste Wort lautet stets: "Aber ..." Die Familientreffen der Foxmans enden stets mit Türenschlagen und quietschenden Reifen, wenn Judd und seine Geschwister so schnell wie möglich einen Sicherheitsabstand zwischen sich und das Elternhaus bringen. Doch nun ist ihr Vater gestorben. Sein letzter Wunsch treibt allen den Angstschweiß auf die Stirn: Die Foxmans sollen Schiwa sitzen, sieben Tage die traditionelle Totenwache halten. Das bedeutet, dass sie auf unbequemen Stühlen in einem kleinen Raum gefangen sind und nicht davonlaufen können. Nicht vor dem, was zwischen ihnen passiert ist – und nicht vor dem, was die Zukunft für sie bereithält …

 

Zum Inhalt

Judd ist auf dem Tiefpunkt seines bisherigen Lebens angekommen. Vor kurzem hat er seine Frau mit seinem Chef im Bett erwischt - jetzt hat er keinen Job mehr, keine Frau mehr, kein Haus mehr, haust in einem Kellerloch. Er hat gerade erfahren, dass sein Vater gestorben ist und als letzten Wunsch äußerte, dass die Familie für ihn 7 Tage Schiwa sitzen solle - und dann kommt auch noch seine Noch-Ehefrau daher und teilt ihm mit, dass sie schwanger sei. Ausgerechnet jetzt! Nun, da sein Exchef, in seinem, Judds, Haus lebte, war Jen also wieder schwanger. Das wäre an sich schon schlimm genug. Aber sich jetzt, so auf der Talsohle des Lebens, auch noch sieben ganze Tage lang mit seiner Familie auf engstem Raum wieder zu finden, ist als Vorstellung gruselig. Die Familienbande funktionieren  am besten, wenn genug Distanz da ist. Trotzdem reist er an den Ort seiner Kindheit. Zwei seiner drei Geschwister sind rechtzeitig zur Beerdigung eingetroffen; nur Philipp, das Nesthäkchen und schwarze Schaf, schlittert in letzter Sekunde beinahe in das offene Grab. Philipp hat noch nie einen Job länger als ein paar Monate behalten, seine Freundinnen waren ebenfalls nur vorübergehende Erscheinungen im Familienleben. Paul, der ältere Bruder, war vor einigen Jahren in das Sportwarengeschäft des Vaters eingestiegen. Seine Ehe ist kinderlos, worunter gerade Alice sehr zu leiden hatte. Alice war in Jugendtagen eigentlich Judds Freundin, was das Verhältnis zwischen den Brüdern auch nicht gerade erfreulich macht. Dann gibt es da noch Wendy, die Schwester, die einen reichen Ehemann hat, drei Kinder, viel zu viel Geld aber zu wenig Liebe und Aufmerksamkeit erhält. Dazu gibt es natürlich noch Mutter. Eine erfolgreiche Mutter, die mit ihren Erziehungsratgebern seit vielen Jahren eine art Übermutter in Sachen Kindererziehung darstellt.

Konflikte wurden in dieser Familie bislang vor allem dadurch ausgetragen, dass man entweder stichelt und witzelt, oder nicht zusammentraf. Entsprechend brechen in dieser Zeit der erzwungenen Trauer einige alte Gräben auf, es gibt Tränen, Geschrei, Türenknallen. Aber auch leise Momente, in denen die Geschwister merken, dass sie einander doch näher sind, als sie glauben. Sie begreifen, dass manches Missverständnis auch noch nach vielen Jahren geklärt werden kann.

Der Roman kommt auf kaum ohne sexuelle Anspielungen oder diversen sexuellen Erlebnissen, seien es real empfundene oder reine Phantasien, aus. Dadurch wird der Roman ein wenig derb und vulgär. Die verschiedenen Witze und Anspielungen sind nicht gerade dezent; sodass die Handlung manchmal in den Hintergrund tritt.

Sieben verdammt lange Tage ist  jedoch ein Roman der in die heutige Zeit passt und auch ein Spiegel der heutigen zum Teil sehr oberflächlichen Gesellschaft darstellt, die um jeden Preis nach Außen als perfekt gelten will obwohl die innerlichen Konflikte kaum oder selten bewältigt werden.

Jonathan Tropper ist es als Mann gelungen, wenn auch mit einer typischen männlichen Ausdrucksweise ein Bild zu schaffen, dass Familienkonflikte in sieben langen Tagen einer Bewältigung zugeführt werden können.

 

Über den Autor:

Jonathan Tropper wurde am 19. Februar 1970 in New York City geboren. Er studierte an der Literatur und Literarisches Schreiben und lebt heute mit seiner Frau und drei Kindern in New Rochelle. Er arbeitet hauptberuflich als Schriftsteller und hält Schreibseminare an der Universität.

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